Geschichte des Hip Hop
Die siebziger Jahre gelten als das Jahrzehnt, in dem der Hip Hop erfunden wurde. Kool DJ Herc war 1973 der erste DJ, der nur den Beat eines Musikstückes wiederholte und der zwei verschiedene Beats miteinander verschmelzen ließ. Ab 1976 entwickelte Grandmaster Flash das Cutting und andere Techniken, die auch heute noch im Hip Hop Bestand haben, wie das Backspinning oder das Phasing. Die Techniken lassen sich geschichtlich gesehen gut zurückverfolgen, das Rappen hingegen ist schwieriger auszumachen. Als Väter des Rap gelten Last Poets, die 1970 ihr erstes Album veröffentlichten, das eigentliche Rappen entwickelte sich aber unter den MCs (Masters of Ceremony).
Schnell war klar, dass mit Hip Hop auch Geld gemacht werden kann und die Musikindustrie wendete sich diesem Stil zu. Großes Aufsehen erreichte damals „Der Kommissar“ von Falco. Dieser Song half mit, eine Kunstsprache zu entwickeln und gelegentlich wird Falco als der erste weiße Rapper bezeichnet. 1977 arbeitete Grandmaster Flash mit der Gruppe The Furious Five zusammen, welche zusammen das erste Hip Hop Album herausbrachten. Sozialkritische Texte formulierten die White Lines und The Massages und damit erhielt der Hip Hop eine neue Dimension.
Auch Crossover-Stücke machten die Künstler bekannt, wie das bekannte „Walk this way“ von Run DMC und Aerosmith. Hierbei wurden zum ersten Mal Elemente aus der Rockmusik integriert. Im Jahr 1988 gab es dann die Hip Hop Platte, die wohl bis heute die bedeutendste ist. Sie war von Public Enemy und trug den Titel „It takes a nation of millions to hold us back“.
Der Begriff Hip Hop kam dagegen erst zu Beginn der neunziger Jahre auf. Nicht nur in den USA, auch in anderen Ländern konnte sich der Hip Hop nun verbreiten und fand immer mehr Anhänger. Dabei waren die Texte nicht mehr nur politisch oder sozialkritisch bestimmt, sondern sie wurden vermehrt zu Spaß- und Nonsenstexten, denn nicht nur die Kritik stand im Vordergrund. Auch die Kommerzialisierung der Musik hatte eine neue Dimension erreicht.
Wer Streetwear trägt, ist ein Hip Hopper ? so war lange Zeit die gängige Meinung. Dabei hat der Stil der Kleidung nichts mit der Vorliebe für eine bestimmte Musikrichtung zu tun. Es ist vielmehr so, dass inzwischen viele Menschen erkannt haben, wie bequem die Streetwear ist und dass diese Kleidung sehr belastbar ist. Das ist auch kein Wunder, schließlich sind es doch sehr bekannte Designer, die für diese Art der Kleidung Pate stehen oder neue Teile entwerfen.